Geburtsvorbereitung
Bald ist es so weit – die Geburt naht in großen Schritten. Um die Geburt möglichst entspannt zu erleben und insbesondere beim ersten Kind ausreichend vorbereitet zu sein, ist es sinnvoll, möglichst früh mit der Geburtsvorbereitung zu beschäftigen. Viele Eltern haben noch keine konkrete Vorstellung davon, was bei und nach der Geburt auf sie zukommt. Zur Geburtsvorbereitung gehören nämlich nicht nur die Schwangerschaftsgymnastik oder das Packen des Klinikkoffers! Daher finden Sie hier Tipps für eine optimale Geburtsvorbereitung!
Was gehört alles zur Geburtsvorbereitung dazu? Und warum ist ein Geburtsvorbereitungskurs so wichtig?
Nach heutigen Erkenntnissen kann eine detaillierte Geburtsvorbereitung die Entbindung selbst massiv erleichtern! So zeigen diverse Studien, dass gut vorbereitete Schwangere weniger Angst haben, sich weniger verkrampfen und die Geburt dadurch leichter und schneller vonstatten geht.
Für gewöhnlich erfahren die werdenden Eltern in Geburtsvorbereitungskursen alles, was für die Geburt und die Zeit danach wichtig ist. Dennoch kann es nicht schaden, schon vorher eine grobe Übersicht zu haben, welche Aspekte wichtig sind. So kann das Kursangebot zur Geburtsvorbereitung besser bewertet werden und Sie treffen die richtige Wahl.
Zur Geburtsvorbereitung gehört zuerst einmal die Kenntnis des konkreten Geburtsablaufes. Das Wissen über den konkreten Ablauf der Geburt nimmt der Schwangeren die Ängste und verhindert Anspannung und damit auch größere Schmerzen durch Verkrampfung. Zusätzlich helfen die richtigen Atem- und Entspannungstechniken bei der Reduktion der Wehenschmerzen. Auch auf psychischer Ebene sollten Sie und Ihr Partner im Geburtsvorbereitungskurs vorbereitet werden: Bauen Sie bereits während der Schwangerschaft durch Gespräche oder Berührungen ein persönliches Verhältnis zu Ihrem Kind auf! Spezielle Körperwahrnehmungstechniken helfen hierbei. So ist es später leichter, sich mit der neuen Verantwortungsrolle anzufreunden.
Geburtsvorbereitungskurse werden häufig von Hebammen angeboten. Diese können nicht nur alle relevanten Informationen zur Geburt selbst vermitteln, sondern auch praktische Tipps für die Zeit nach der Geburt geben. Alltägliche Abläufe wie Stillen, Ernährung und Säuglingspflege werden ebenso erklärt wie Windeln wickeln und das richtige Halten des Babys. Nicht zuletzt hilft auch der Austausch mit anderen werdenden Eltern, die Ängste vor der neuen Situation zu bekämpfen, Erfahrungen auszutauschen und vielleicht sogar bereits den Grundstein für erste Kindergartenfreundschaften zu legen.
Wann sollten werdende Eltern mit der Geburtsvorbereitung beginnen?
Die Geburtsvorbereitung beginnt intuitiv natürlich mit dem ersten Tag der Schwangerschaft. Die Anmeldung zu einem Geburtsvorbereitungskurs sollte jedoch spätestens in der Mitte der Schwangerschaft, also ca. in der 20. Schwangerschaftswoche, erfolgen. So bleibt genug Zeit, die Geburtsvorbereitung entspannt durchzuführen und sich gedanklich auch auf alle Einzelheiten einzustellen.
Im Vorfeld sollte man sich schon Gedanken machen, ob man Wert auf bestimmte Teilnehmergruppen legt: so werden sowohl reine Frauenkurse (oft inkl. 1 oder mehr Partnerstunden) als auch Paarkurse, aber auch gemischte Kurse (sowohl Paare als auch Schwangere ohne Partner) und reine Geburtsvorbereitungskurse für Männer angeboten. Außerdem werden oftmals auch noch zusätzliche, auf spezielle Themen ausgerichtete Kurse angeboten – informieren Sie sich einfach bei Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme über das Kursangebot in Ihrer Heimatstadt! In der Regel können diese Ihnen auch zusätzliche Tipps geben, z.B. ob ein lokaler Sportverein spezielle Sportkurse für Frauen anbietet oder ähnliches.